7 Tipps von Edith Eger zur Selbsthilfe in schwierigen Zeiten

Edith Eger ist nicht nur eine amerikanische Psychologin, sondern auch eine erstaunliche Frau, die die schrecklichen Strapazen eines Konzentrationslagers durchlebte, es aber schaffte, ihren Geist zu bewahren. Als Teenager kam sie nach Auschwitz und verlor dort ihre beiden Eltern. Diese Erfahrung hat sie nicht nur nicht gebrochen, sondern Edith Eger fand das innere Licht, um anderen zu helfen. Sie widmete viel Zeit der psychologischen Betreuung von Veteranen, Militärangehörigen und anderen Menschen, die schwere körperliche und emotionale Traumata erlitten hatten. Ihre Bücher Choice und Gift sind praktische Leitfäden, die Ihnen helfen, sich um Ihre geistige Gesundheit zu kümmern und Ihre Seele zu heilen. Die folgenden Tipps der Psychologin können vor allem in schwierigen Momenten sehr hilfreich sein:

1. Leben Sie in der Gegenwart und erinnern Sie sich an die Vergangenheit. Laut Edith Eger ist es das Wichtigste im Leben, nicht in die Falle der eigenen Gedanken zu tappen. „Wenn ich ständig an die Schrecken denken würde, die ich erlebt habe, würde ich mich immer noch wie eine Gefangene fühlen“, sagt die Psychologin. „Natürlich stürzt mich manchmal der Klang einer Sirene oder der Anblick von Stacheldraht in schmerzhafte Erinnerungen. Aber wenn ich in die Realität zurückkehre, fühle ich mich noch glücklicher, weil ich jetzt hier bin und nicht dort. Ich lebe in der Gegenwart, ohne mich mit dem Gedanken zu quälen, was ich in der Vergangenheit hätte ändern können. Natürlich würde ich vieles gerne ändern, aber ich weiß, dass ich Ereignisse, die bereits geschehen sind, nicht beeinflussen kann. Aber ich kann den Verlauf meines gegenwärtigen Lebens auf der Grundlage meiner Erfahrungen bestimmen.“

2. Wir können nicht immer die Welt um uns herum ändern, aber wir können unsere innere Welt beeinflussen. Dieser Gedanke half Edith Eger, während des Überlebens in Auschwitz nicht den Mut zu verlieren. Wenn man nichts in der Außenwelt kontrollieren kann, ist es besonders wichtig, die Welt in uns kontrollieren zu können. „Ich habe es geschafft, in meiner inneren Welt Frieden zu finden, die ich von niemandem stören ließ“, sagt Edith Eger.

3. Lass die Hoffnung immer in deinem Herzen leben. Glaube auch in den schwierigsten Zeiten daran, dass es sich um eine vorübergehende Phase handelt. Die Hoffnung ist kein weißer Anstrich, der das Leid überdeckt. Hoffnung ist eine Manifestation des Interesses am Leben, ein neugieriges „Was wird als nächstes passieren?“ sagt Edith Eger: „Irgendwann habe ich einfach gemerkt, dass ich meine Zukunft nie sehen würde, wenn ich jetzt aufgäbe.“

4. Glaube an dich selbst. Fehler sind im Leben unvermeidlich. Es gibt keine perfekten Menschen, und man sollte nicht danach streben, in allem und zu jeder Zeit perfekt zu sein. Glauben Sie an sich selbst, so wie Sie sind. Spüren Sie, dass Sie ein vollständiger Mensch sind. Sagen Sie sich nicht „Ich werde es versuchen“, sondern „Ich kann es“.

5. Sich selbst zu lieben bedeutet, sich um sich selbst zu kümmern. Aus irgendeinem Grund wird Selbstliebe oft als negative Charaktereigenschaft interpretiert – als Egoismus. Edith Eger unterstreicht jedoch, dass man ohne Selbstliebe die Komplexität des Lebens nicht bewältigen kann. Der Satz „Ich liebe dich“, den man zu sich selbst sagt, gibt einem das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und dass alles gut werden wird.

6. Nur du weißt, wie sehr du leidest. Wenn man bedenkt, dass Edith Eger die Schrecken von Auschwitz miterlebt hat, ist es einigen ihrer Patienten peinlich, über ihre Probleme im Leben zu sprechen. Die Psychologin selbst sagt jedoch, dass es keine Hierarchie im Leiden gibt. Der Schmerz, den Sie empfinden, kann nicht weniger oder mehr sein als das, was andere empfinden. Es sind Ihre Gefühle und Erfahrungen, und nur Sie kennen die Tiefe Ihres eigenen Leidens. Wenn Sie Ihren Schmerz unterschätzen, werden Sie nicht in der Lage sein, die richtigen Wege zu finden, ihn zu überwinden. Verurteilen Sie sich nicht selbst, sondern suchen Sie nach Lösungen. Edith Eger sagte: „Ich möchte nicht, dass Sie mein Leiden mit Ihrem vergleichen. Ich habe Ihnen meine Lebensgeschichte erzählt, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen: „Wenn Edith es kann, kann ich es auch.“

7. Es gibt Geschenke des Schicksals. Ja, es gibt Hindernisse auf dem Weg des Lebens, aber es gibt auch viele schöne Geschenke. Das Leben selbst ist ein wertvolles Geschenk. Edith Eger sagte: „Es liegt an uns, ob wir unsere Zeit damit verbringen, uns zu beschweren und Vorwürfe zu machen, oder ob wir erkennen, dass uns Hindernisse aus einem bestimmten Grund gegeben werden.“ Die Psychologin betont, dass das, was uns im Leben widerfährt, nicht so wichtig ist wie das, was wir daraus machen. Konzentrieren Sie sich nicht auf das, was Sie verloren haben, sondern auf das, was Sie noch haben. Leben Sie bewusst, mit Freude, Inspiration und Liebe.

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