„Von der Verzweiflung zum Wunder“. Eine berührende Geschichte über die Macht der aufrichtigen Sehnsucht

In der glücklichen Erwartung, Mutter zu werden, erlitt Swetlana einen großen Kummer. Sie war nicht in der Lage, ihre Tochter auszutragen, und die Ärzte stellten eine schreckliche Diagnose: Swetlana würde nicht mehr schwanger werden können. Sie war so verzweifelt, dass sie mehrere Monate lang überhaupt nicht mehr ausgehen wollte. Erst ein langes Gespräch mit ihrem Mann, der sie unter Tränen anflehte, ihr Leben um ihrer Ehe willen fortzusetzen, riss sie aus ihrer schweren Depression.

Allmählich wurde das Leben in der Familie besser, aber eine Nachricht rief bei Svitlana schmerzhafte Erinnerungen wach. Ihre Schwester Iryna hatte lange gezögert, ihr die Nachricht von ihrer Schwangerschaft mitzuteilen. Die Schwester verstand die Qualen, die ihr geliebter Mensch durchgemacht hatte, und wollte die Wunde nicht aufreißen. Switlana freute sich für Irina und versuchte, ihr auf jede erdenkliche Weise zu helfen. Sie fuhr sie zu Arztterminen und übernahm die Aufgabe, das Kinderzimmer im Haus ihrer Schwester für ihre zukünftige Nichte zu renovieren. Switlanas Schmerz ließ nicht nach, aber sie wollte aufrichtig, dass ihre Schwester die Schwangerschaft genoss und sich keine unnötigen Sorgen machte.

Als ihre Nichte Anya geboren wurde, wurde Svitlana gebeten, ihre Patin zu werden. Die junge Frau willigte ein und half den neuen Eltern bei der Bewältigung ihrer neuen Aufgaben. Die Patin half auch dabei, Anya in einem guten Kindergarten anzumelden, und als das Mädchen in die erste Klasse kommen sollte, kümmerte sich Swetlana um einige der Schulvorbereitungen. Eines Tages probierte Anya in einem Geschäft ein Kleid an, und die Verkäuferin bemerkte es:

– „Das steht dir sehr gut, du siehst in diesem Kleid genauso schön aus wie deine Mutter.

Während ihre Patentochter einen anderen Rock anprobierte, brach Svitlana in Tränen aus. „Es ist schon lange her, aber der Schmerz hat nicht nachgelassen. Zwei Mädchen könnten jetzt hier herumlaufen – ihre Patentochter und ihre Tochter…

Anya schaute aus der Umkleidekabine und sah ihre Patentochter, die sich die Tränen wegwischte:

– „Was ist passiert?“, fragte das Mädchen erschrocken.

– „Es ist alles in Ordnung, Anya. Ich habe gerade gedacht, wie schön es wäre, wenn ich eine so süße Tochter wie dich hätte.

– Das wäre toll, vielleicht bringst du sie ja zur Welt?

– Oh, ich wünschte, ich könnte es, aber die Ärzte können mich nicht heilen.

Ein paar Minuten lang waren Anyas traurige Augen niedergeschlagen, dann sah sie mit strahlendem Blick zu ihrer Patentante auf:

– „Ich weiß, wer dir helfen kann! Ich werde den heiligen Nikolaus fragen, er soll in ein paar Monaten jeden Wunsch erfüllen. Ich werde ihm einen Brief schreiben und ihn bitten, dir ein kleines Kind zu schenken. Ein Mädchen mit blondem, lockigem Haar, und lockiges Haar muss gut sein, okay?

– Ich bin einverstanden“, sagte Switlana seufzend und richtete den widerspenstigen Pferdeschwanz auf dem blonden Kopf ihres Patenkindes.

Seit diesem Gespräch waren fast sechs Monate vergangen. Switlana machte sich Sorgen um ihre Gesundheit: Vielleicht war es die Müdigkeit, aber was, wenn sie eine schwere Krankheit hatte? Sie vereinbarte einen Termin beim Arzt, aber sie hätte nie erwartet, von ihm eine solche Nachricht zu erhalten. In all den Jahren hatte Svitlana es für unrealistisch gehalten und nie daran gedacht, ihre Symptome mit einer Schwangerschaft zu erklären. In dieser Nacht träumte Switlana auch von einem kleinen Mädchen mit einem Lockenkopf, das ihr die Arme entgegenstreckte. Der Traum ließ die junge Frau nur bitterlich weinen, und nun scheint diese Nachricht alles ins rechte Licht gerückt zu haben.

Vom Krankenhaus bis zu Anyas Schule gab es nur eine Station. Swetlana beschloss, zu Fuß zu gehen, nachdem sie ihre Schwester angerufen und ihr gesagt hatte, sie könne ihre Patentochter heute von der Schule abholen. Als Anya nach der Schule zu ihrer Patentochter lief, um sie abzuholen, umarmte Swetlana sie herzlich.

– Wow, deine Umarmung ist heute so stark“, sagte das Patenkind und lachte.

– „Genau wie meine Liebe zu dir. Weißt du eigentlich, wie mächtig deine Wünsche sind, Anya?

Das Patenkind schaute Svitlana zuerst verwirrt an, aber einen Moment später flüsterte sie freudig:

– „Hat St. Nikolaus mich wirklich erhört?

– Ja, mein kleiner Stern“, flüsterte Switlana verschwörerisch zurück und konnte ihre Freudentränen nicht mehr zurückhalten.

Anyas warme Handflächen wischten ihrer Patentochter die Tränen aus dem Gesicht, bis Switlana dankbar lächelte. Ihr Herz füllte sich mit dem Glück, auf das sie gewartet hatte.

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