Als ich meine erste Tochter bekam. Schön mit Bedeutung
Als ich meine erste Tochter bekam, habe ich gar nichts verstanden. Dann bekamen meine Freunde Kinder, natürlich auch Jungen. Und dann bekam ich meine zweite Tochter, und da wurde es mir klar. Mir wurde klar, dass ich über Wissen verfügte, das den Vätern der Jungen unbekannt war.
Also, was ich als Vater von Mädchen gelernt habe:
Wenn sie sagt: „Mama ist schön und Papa ist stachelig“, dann will man entgegen der Logik auch schön sein. Zumindest möchte man, dass sie das denkt.
Dass die Wahl zwischen Unterhosen mit Zwergen oder Schmetterlingen jeden Morgen eine schwierige und wichtige Entscheidung ist. Und dass dein ganzer Tag ruiniert sein kann, wenn du nicht die richtige Zwergenunterhose hast.
Dass du weißt, wie man Zöpfe flechtet. Und dass es irgendwie von selbst passiert.
Dass du dir früher oder später die Nägel lackieren lassen wirst. Finde dich damit ab und akzeptiere es wie ein Mann. Du musst es einfach akzeptieren. Es gibt sowieso kein Entkommen.
Dass du trotz der Dreien in deinen Schulaufsätzen eine wirklich bodenlose Fantasie für liebevolle Namen hast. „Zephyrka“, „Glöckchen“, „Plüschpfötchen“ und „Lampe“ sind nur der Anfang.
Wenn sie „Papa“ sagt und lächelt, bist du in diesem Moment bereit, ihr alles zu geben: Geld, eine Wohnung, ein Auto und dein letztes Hemd. Es ist gut, dass sie nichts davon weiß.
Wenn sie morgens mit ihrer Decke zu dir kommt und dich mit ihren pummeligen Ärmchen umarmt, wird dir klar, dass das Liebe für immer ist.
Dass du trotz jahrelanger täglicher Beobachtung seit deiner Kindheit die Frauen immer noch nicht verstehst, aber du weißt ganz genau, dass dein Leben ohne sie nichts bedeutet.