September Gedenken an den Propheten Zacharias und die rechtschaffene Elisabeth

Zacharias war der Sohn des Barachias. Beide stammten aus der heiligen Familie Aarons: Zacharias, der Sohn des Barachias, war Priester im Tempel in Jerusalem, und Elisabeth war die Schwester von Anna, der Mutter der heiligen Jungfrau Maria.

Sie lebten ein rechtschaffenes Leben und hielten sich strikt an die Gebote des Herrn, aber sie blieben lange Zeit kinderlos, was in alttestamentarischen Zeiten als schwere Strafe Gottes angesehen wurde. Eines Tages, als Zacharias seinen Dienst im Tempel verrichtete, erschien ihm ein Engel und verkündete ihm, dass seine Frau ihm trotz ihres hohen Alters einen Sohn gebären würde. Dieses Kind würde „groß sein vor dem Herrn“ und „im Geist und in der Kraft des Elia kommen“ (Lk 1,15-17).

Zacharias glaubte nicht, was er hörte, und wurde für seinen Zweifel mit Stummheit bestraft. Als Elisabeth einen Sohn bekam, nannte sie ihn durch den Heiligen Geist Johannes, obwohl keiner ihrer Vorfahren diesen Namen trug. Zacharias bestätigte dies, indem er den Namen auf eine Tafel schrieb, und im selben Augenblick erlangte er die Gabe der Sprache wieder. Vom Heiligen Geist erfüllt, begann er, über seinen Sohn zu prophezeien, der der Vorläufer des Herrn werden sollte.

Als Herodes von den Weisen von der Geburt des Messias erfuhr, ordnete er an, alle Säuglinge unter zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung zu töten, um den Erlöser zu vernichten. Auch Herodes wusste von der wundersamen Geburt des Johannes und befürchtete, dass er der zukünftige König der Juden sein könnte. Um ihren Sohn zu retten, floh Elisabeth mit ihm in die Berge. Als sich die Verfolger näherten, betete sie verzweifelt zu Gott, und der Berg spaltete sich und verbarg sie. Zu dieser Zeit setzte Zacharias seinen Dienst im Tempel fort.

Die Soldaten des Herodes kamen zu ihm und verlangten, den Aufenthaltsort seines Sohnes zu erfahren. Als sie keine Antwort erhielten, töteten sie ihn, indem sie ihn zwischen Altar und Altar erstachen (Matthäus 23,35). Vierzig Tage nach dem Tod ihres Mannes starb auch die rechtschaffene Elisabeth. Der heilige Johannes aber lebte unter dem Schutz des Herrn in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er dem Volk Israel erschien.